Praxis Medical Insights

Est. 2024 • Clinical Guidelines Distilled

Made possible by volunteer editors from the University of Calgary & University of Alberta

Last Updated: 8/29/2025

Schmerzmanagement bei Offenwinkelglaukom und Bandscheibenvorfall

Medikamentöse Therapieoptionen

  • Die American Academy of Ophthalmology empfiehlt, den Augeninnendruck bei Opioidtherapie regelmäßig zu kontrollieren, da in seltenen Fällen eine Beeinflussung möglich ist 1

Nicht-medikamentöse Therapieoptionen

  • Die American Society of Anesthesiologists (ASA) empfiehlt Physiotherapie und gezielte Bewegungsübungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur als wichtige Bestandteile der multimodalen Schmerztherapie 2
  • Multidisziplinäre Behandlungsprogramme haben sich als wirksam erwiesen, um die Schmerzintensität über Zeiträume von 4 Monaten bis zu einem Jahr zu reduzieren, laut der American Society of Anesthesiologists (ASA) 2

Interventionelle Verfahren

  • Die American Society of Anesthesiologists (ASA) empfiehlt, interventionelle diagnostische Verfahren wie selektive Nervenwurzelblockaden, Facettengelenkinjektionen oder Sakroiliakalgelenkinjektionen in Betracht zu ziehen, wenn konservative Therapie nicht erfolgreich ist 2
  • Die American College of Physicians empfiehlt, epidurale Steroidinjektionen als Behandlungsoption für Patienten mit anhaltenden radikulären Symptomen trotz nicht-invasiver Therapie 3

Überwachung und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die American Academy of Ophthalmology betont, dass eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks während der Schmerztherapie wichtig ist, besonders bei Einsatz von Opioiden 1
  • Die American Academy of Ophthalmology und die American Society of Anesthesiologists (ASA) empfehlen, die Behandlung auf eine effektive Schmerzreduktion bei gleichzeitiger Verbesserung der Funktion und Rehabilitation abzielen zu lassen 2
  • Die American Academy of Ophthalmology warnt davor, Therapien zu verwenden, die den Augeninnendruck erhöhen könnten, da dies die Progression des Glaukoms beschleunigen kann 1, 4

Schmerzmanagement bei Offenwinkelglaukom und Bandscheibenvorfall

Medikamentöse Therapieoptionen

  • Die American Academy of Ophthalmology empfiehlt, dass nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac als erste Wahl für die Behandlung von Bandscheibenvorfallschmerzen bei Patienten mit Offenwinkelglaukom eingesetzt werden, da sie keine negativen Auswirkungen auf den Augeninnendruck haben 5, 6
  • Paracetamol kann als Alternative oder Ergänzung zu NSAR eingesetzt werden, wenn keine Kontraindikationen vorliegen, laut der American Academy of Ophthalmology 6
  • Opioide können bei starken Schmerzen in Betracht gezogen werden, sollten jedoch unter engmaschiger Überwachung eingesetzt werden, da sie in seltenen Fällen den Augeninnendruck beeinflussen können, wie von der American Academy of Ophthalmology empfohlen 7, 8

Nicht-medikamentöse Therapieoptionen

  • Physiotherapie und gezielte Bewegungsübungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur können zur Schmerzlinderung beitragen, laut der American Academy of Ophthalmology 6
  • Wärmeanwendungen zur Muskelentspannung und Schmerzlinderung können eingesetzt werden, wie von der American Academy of Ophthalmology empfohlen 7

Überwachung und Vorsichtsmaßnahmen

  • Regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks bei längerfristiger Schmerztherapie, besonders wenn Opioide eingesetzt werden, ist empfehlenswert, laut der American Academy of Ophthalmology 5, 6
  • Bei Patienten mit fortgeschrittenem Glaukom sollte die Schmerztherapie besonders vorsichtig titriert werden, wie von der American Academy of Ophthalmology empfohlen 6, 9