Chemotherapie bei Myxofibrosarkom
Erstlinientherapie
- Die European Society for Medical Oncology empfiehlt eine Standardchemotherapie basierend auf Anthrazyklinen (Doxorubicin) als Erstlinienbehandlung für fortgeschrittene Weichteilsarkome, einschließlich Myxofibrosarkome 2, 3
- Eine Kombinationstherapie mit Doxorubicin plus Ifosfamid kann eine höhere Ansprechrate erzielen als eine Monotherapie mit Doxorubicin, besonders wenn ein Tumoransprechen einen klinischen Vorteil bieten kann und der Allgemeinzustand des Patienten gut ist 4, 1
- Die Kombination von Doxorubicin und Cisplatin hat sich laut den British Journal of Cancer-Leitlinien als wirksam erwiesen 5
Zweitlinientherapie
- Nach Versagen einer Anthrazyklin-basierten Chemotherapie können folgende Optionen in Betracht gezogen werden: Ifosfamid, wenn es nicht bereits verabreicht wurde, oder Trabectedin als Zweitlinienoption, die sich bei verschiedenen Weichteilsarkom-Subtypen als wirksam erwiesen hat 1, 6, 7
Prognose und Überwachung
- Bei Hochrisikopatienten treten Rezidive meist innerhalb von 2-3 Jahren auf, während Niedrigrisikopatienten später rezidivieren können, obwohl dies weniger wahrscheinlich ist 2, 8
- Eine engmaschige Nachsorge mit klinischen Untersuchungen und Bildgebung alle 2-3 Monate für die ersten 2 Jahre wird empfohlen 5
Fallstricke und Vorsichtsmaßnahmen
- Die kumulative Dosis von Doxorubicin sollte überwacht werden, um kardiotoxische Effekte zu minimieren 5
- Bei älteren Patienten (>65 Jahre) oder solchen mit Komorbiditäten sollte die prophylaktische Anwendung von G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) zur Behandlung einer Neutropenie in Betracht gezogen werden 5
- Die Behandlung sollte in spezialisierten Sarkomzentren mit Erfahrung in der Behandlung dieser seltenen Tumoren durchgeführt werden 5